Oberwerth on Tour – London calling!

London calling! – 5 Tage in London

Dieses Jahr hat uns glücklicherweise mit günstig liegenden Feiertagen beschenkt, die sich ideal eignen ein verlängertes Wochenende zu nutzen und fremde Städte zu erkunden. Dies hat sich auch unser Kollege Jörg (Vertrieb) gedacht und ist kurzerhand nach London geflogen – mit dabei, seine Fujifilm X-T2. Natürlich hatte er auch eine seiner Oberwerth Taschen dabei. Seine Wahl für den City-Trip: FREIBURG und RHEIN.

Wir haben Jörg gebeten uns ein wenig von seiner Kurzreise zu berichten. Hier kommen seine ganz persönlichen Tipps für die englische Hauptstadt:

Tag 1 – Die Anreise

Köln, Terminal 2. Der Flieger ist pünktlich, das Wetter gut – es kann losgehen! Knapp 2 Stunden später landen wir sanft auf dem Flughafen Stansted im Londoner Norden. Typisch englisch werden wir höflich mit einem „Good evening. Have you had a pleasant flight?“ begrüßt. Zugegeben, die Anbindung des Flughafen Stansted an das Stadtzentrum ist eher bescheiden, aber mit ein wenig Planung im Vorfeld, klappt alles wunderbar. Wir haben uns für den „Stansted Express“ entschieden und knapp 50 Minuten später unser Ziel erreicht: Liverpool Street Station. Welcome to London!

Da wir erst um kurz vor Mitternacht an unserem Hotel ankamen, haben wir nur noch eine Runde um den Block gedreht und uns mit der Gegend vertraut gemacht. Dann ging es ab ins Bett, denn der nächste Tag sollte anstrengend werden.

Tag 2 – Ein Spaziergang quer durch London

Unser Hotel lag in der Liverpool Street, zentral, direkt im Bankenviertel von London gelegen. Von hier aus kann man die Stadt in 3-4 Stunden sehr gut zu Fuß erkunden. Also ließen wir uns treiben.

Unser erstes Ziel: Borough Market. Borough Market, südlich und parallel zur Temse verlaufend, lässt das Herz, oder besser den Magen, höher schlagen. Schon seit dem 13. Jahrhundert findet man auf dem Markt allerhand kulinarische Köstlichkeiten. Heute ist er bei Touristen wie Londonern gleichermaßen beliebt und in jedem Fall einen Besuch wert. Ob Streetfood oder Feinkost, ob süß oder herzhaft, hier findet jeder Besucher etwas für seinen Geschmack.

Gestärkt und total überwältigt von den unzähligen Speisen auf dem Borough Market schlenderten wir an der Temse entlang in Richtung Big Ben und Buckingham Palace. Der Big Ben war leider „verpackt“, aber dafür konnten wir am Palast ein typisches Schauspiel beobachten. Als Tourist kennt man es eigentlich nur aus Filmen, aber die traditionellen Wachsoldaten sind in real noch einmal etwas ganz besonderes. Wie unwirklich stehen Sie rührungslos vor den Toren des Palastes und verbinden allein durch ihre Anwesenheit den historischen Charme der Monarchie mit dem modernen und schnelllebigen London des Jahres 2018. Ebenfalls sehr interessant ist der Diana, Princess of Wales Memorial Walk.

Der Buckingham Palace ist zwischen Parks gelegen und umgeben von Grünflächen – ob St. James Park, Green Park oder der weitläufige Hyde Park – hier lässt sich vom Stress der Stadt abschalten. Besonders beeindruckend ist die stets akkurate Bepflanzung, wie man sie von einem englischen Garten erwartet. Durch den Hyde Park gelangt man in den unmittelbar angeschlossenen Kensington Garden an dessen westlichem Ende sich der Kensington Palace befindet. Der Palast wird noch heute zum Teil von der englischen Königsfamilie bewohnt.

Nach einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffe, ging es wieder in Richtung Temse und vorbei an London’s wohl modernstem Wahrzeichen – dem London Eye. Wer genug Zeit mitbringt, kann sicherlich einen tollen Blick über die Stadt erhaschen. Die knapp 2 Stunden Wartezeit und 35€ Eintritt waren uns dann aber doch zu lang.

Tag 3 – Hop on, Hop off woimmer man möchte

Ebenfalls eine Empfehlung sind die Hop on, Hop off Busse. Diese gibt es eigentlich in allen europäischen Hauptstädten. Sie verkehren auf meist 2-3 festen Strecken quer durch die zentrale Innenstadt. Zugegeben, eine Tour mit dem Bus ist nicht gerade preiswert, aber wenn man das Prinzip als Verkehrsmittel nutzt (Hop on, Hop off), rechnet sich das Ticket. Man kommt an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten vorbei und kann spontan aus- und zusteigen wo man möchte. In London werden pro Anbieter 4 unterschiedliche Touren angeboten. Entscheidet man sich für einen Anbieter, kann man mit einem Ticket an allen Touren teilnehmen.

London23Dementsprechend ist man schnell überall an den Hot-Spots der Stadt. Wir hatten Glück, dass wir über das Wochenende in London waren, denn Sonntags bietet die Stadt ein einzigartigen Highlight und einen Pflichtbesuch für jeden Touristen. An der Speaker’s Corner am nördlichen Ausgang des Hyde Parks geht es jeden Sonntag hoch her: Vom Anprangern aktueller Missstände, über religiöse Botschaften, bis hin zu verrücktem Quatsch. Jeder hat das Recht auf seine Meinung, und diese wird an der Speaker’s Corner dem lauschenden Publikum kundgetan. Wahrscheinlich einzigartig in der Welt und ungemeint faszinierend.

Ein weiteres Highlight ist das Stadtviertel Notting Hill. Die bunten Häuserfassaden und blumenverzierten Vorgärten sind wunderschön und laden zum Schlendern ein. Ist man in der Gegend, sollte man auf jeden Fall auch dem Portobello Road Market einen Besuch abstatten. Auf dem Markt findet man allerhand Kleidung, Antiquitäten und Essen. Vielmehr als die Waren, ist aber das bunte Treiben interessant.

Nach Notting Hill, statteten wir zum Abschluss des Tages noch Westminster Abbey einen Besuch ab. Die Kirche gehört keiner Diözese an, sondern ist eine Eigenkirche des britischen Königshauses. Traditionell werden hier die Könige Englands gekrönt. Kurze Vorwarnung: Eine Wartezeit von 2 Stunden sollte auf jeden Fall eingeplant werden. Diese lohnt sich aber! In der prachtvollen Kirche finden sich unter anderem die Gräber von Isaac Newton und Stephen Hawking – eine besondere Ehre, da normalerweise nur adlige und Monarchen in Westminster Abbey begraben liegen.

Tag 4 – Ein Tag im Namen des Konsums

Bisher ist es hier viel zu kurz gekommen, aber selbstverständlich kann man in London auch shoppen! Beginnen wir auf dem Piccadilly Circus und arbeiten uns vor: Der Circus verdankt seinen Namen der runden Bauform, die an eine Manege erinnert. Vom Piccadilly Circus aus strömen Straßenzüge in alle Himmelsrichtungen. Der Platz dient als absoluter Knotenpunkt im Londoner West End. Nun aber zum Shoppen: Selbstverständlich gibt es neben den typischen Läden, die es in nahezu jeder Innenstadt gibt, ein paar Geschäfte, die besonders herausstechen. Daher beziehe ich mich hier nur auf meine Highlights, die für mich alleine schon eine Sehenswürdigkeit darstellen.

Verlässt man den Piccadilly Circus östlich über die Coventry Street gelangt man nach wenigen Metern nach China Town. Kurzum: Eine andere Welt, die man nicht beschreiben, sondern erleben muss. Unmittelbar angrenzend an China Town befindet sich der Lego Mega Store sowie die M&Ms World. Auch wenn man nichts kaufen möchte, sind beide Geschäfte absolut beeindruckend. Man fühlt sich in seine Kindheit zurück versetzt und nach kurzer Zeit von den bunten Farben überwältigt.

Zurück in Richtung Piccadilly Circus und die westliche Ausfahrt auf die Regent Street genommen, läuft man automatisch auf ein noch beeindruckenderes Geschäft zu: Hamleys. Hamleys ist das älteste Spielzeuggeschäft der Welt und bietet auf 6 Etagen alles an, was Kinder glücklich macht – und auch den ein oder anderen Erwachsenen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Singende Verkäufer, Spielecken, Kostüme, und und und. Ein absolutes Muss für jeden London Besuch und ein unvergessliches Erlebnis.

Tag 5 – Back to Germany

Nach 4 Tagen Sightseeing in London, stand am 5. Tage lediglich der Heimweg auf der Agenda. Doch nicht ohne sich richtig von England zu verabschieden. Das absolute MUSS für jeden Englang Trip, eine Portion Fish & Chips!

Fazit

London ist auf jeden Fall einen Besuch wert und wird mich sicherlich nicht das letzte mal gesehen haben. Die Stadt ist so facettenreich, dass ich nicht einmal annähernd das Gefühl habe, alles gesehen zu haben. Der internationale Flair, die vielen Kulturen, das traditionelle Königshaus und die moderne Architektur – London ist eine Weltstadt und bietet ein Gefühl, dass in Deutschland, wenn überhaupt, vielleicht noch am ehesten durch Berlin erreicht wird. Wer schon einmal über einen Besuch nachgedacht hat, dem kann ich nur zurufen: „What are you waiting for? London calling!“

Da dieser Bericht aber auch einmal ein Ende finden soll, lasse ich abschließend einfach ein paar Bilder sprechen 🙂

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